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Of­f­re 264 sur 481 du 03/02/2020, 09:35

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Leib­niz-Insti­tut für Raum­be­zo­gene Sozi­al­for­schung (IRS)

Das Leib­niz-Insti­tut für Raum­be­zo­gene Sozi­al­for­schung ist ein inter­na­tio­nal aner­kann­ter For­schungs­part­ner und besetzt zen­trale Kom­pe­tenz­fel­der der sozi­al­wis­sen­schaft­li­chen Raum­for­schung in Europa. Sein Auf­trag ist die Erfor­schung der Trans­for­ma­tion und Steue­rung von Städ­ten und Regio­nen aus sozi­al­wis­sen­schaft­li­chen Per­spek­ti­ven.

wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­beit (Post­doc, Geschichts-/Kul­tur­wis­sen­schaf­ten w/m/div) (100% Verg. Gr. TV-L E13)

Auf­ga­ben­be­sch­rei­bung:

Das Leib­niz-Insti­tut für Raum­be­zo­gene Sozi­al­for­schung (IRS) in Erkner bei Ber­lin, eine außer­uni­ver­si­täre For­schungs­ein­rich­tung der Leib­niz-Gemein­schaft (WGL), ver­gibt in der For­schungs­ab­tei­lung „His­to­ri­sche For­schungs­stelle/Wis­sen­schaft­li­che Samm­lun­gen zur Bau- und Pla­nungs­ge­schichte der DDR“ ab dem 1. April 2020 für 3 Jahre

eine Stelle zur wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­beit (Post­doc, Geschichts-/Kul­tur­wis­sen­schaf­ten w/m/div) (100% Verg. Gr. TV-L E13)

für das Pro­jekt

„Urban Authen­ti­city: Crea­ting, con­tes­ting, and visua­li­zing the built heri­tage in European cities since the 1970s“ (UrbAuth)

Die Stelle kann grund­sätz­lich auch in Teil­zeit besetzt wer­den.

Das Pro­jekt wird von der Leib­niz-Gemein­schaft finan­ziert und vom IRS gemein­sam mit dem Zen­trum für Zeit­his­to­ri­sche For­schung (ZZF Pots­dam), dem Her­der-Insti­tut für his­to­ri­sche Ost­mit­tel­eu­ropa-For­schung (HI Mar­burg) und dem Insti­tut für Zeit­ge­schichte (IfZ Mün­chen-Ber­lin) in Koope­ra­tion mit dem Muse­ums­ver­band des Lan­des Bran­den­burg durch­ge­führt.

Das Gesamt­vor­ha­ben „Städ­ti­sche Authen­ti­zi­tät“ unter­sucht, wie in euro­päi­schen Stadt­ge­sell­schaf­ten über öffent­li­che Debat­ten, mediale Prä­sen­ta­tio­nen und städ­te­bau­li­che Prak­ti­ken bestimmte Teile des Bau­er­bes in Wert gesetzt und „authen­ti­siert“ wur­den. Es leis­tet damit einen Bei­trag zu der brei­ten Dis­kus­sion in den Geschichts- und Kul­tur­wis­sen­schaf­ten, die den Bedeu­tungs­ge­winn von „Authen­ti­zi­tät“ als ver­meint­li­cher „Echt­heit“ von Per­so­nen, Objek­ten oder Prak­ti­ken kri­tisch hin­ter­fragt und die Mecha­nis­men der gesell­schaft­li­chen Kon­struk­tion und Funk­tion von Authen­ti­zi­tät ana­ly­siert. Im Zen­trum der Unter­su­chung ste­hen öffent­li­che Debat­ten und Prak­ti­ken von Bür­ger­initia­ti­ven, Stadt­ver­wal­tun­gen und wei­te­ren Akteu­ren im Span­nungs­feld von Bau­po­li­tik, Tou­ris­mus, Migra­tion, usw. seit den 1970er Jah­ren in Städ­ten der Bun­des­re­pu­blik, der DDR, Polens und Frank­reichs. Beson­dere Auf­merk­sam­keit wird Bild­quel­len und als Quer­schnitts­frage der Bedeu­tung des visu­el­len Gedächt­nis­ses für die Authen­ti­sie­rung des Bau­er­bes in den unter­such­ten Regio­nen gewid­met; als Ergeb­nis wird u.a. eine online-Prä­sen­ta­tion erstellt.

Auf der aus­ge­schrie­be­nen Stelle bear­bei­ten Sie das Teil­pro­jekt „Städ­ti­sche Authen­ti­zi­tät im Kon­text von Stadt­ent­wick­lung und Migra­tion in Mar­seille (Frank­reich)“ und sind an der Koor­di­na­tion des Gesamt­pro­jek­tes sowie der Arbei­ten zum visu­el­len Gedächt­nis betei­ligt. Erforscht wer­den soll ins­be­son­dere, wie im Zuge der Trans­for­ma­tion Mar­seil­les und sei­ner inner­städ­ti­schen Quar­tiere seit 1945 ein­zelne Gebäude und Gebiete dis­kur­siv ab- und andere auf­ge­wer­tet sowie medial „authen­ti­siert“ wur­den, bis hin zum Denk­mal­schutz. Dabei gilt es auch und gerade, die kon­flikt­haf­ten Pro­zes­ses von sozia­ler und dis­kur­si­ver Inklu­sion und Exklu­sion im Span­nungs­feld von wirt­schaft­li­chem Wan­del, Migra­tion, Tou­ris­mus, städ­ti­schen und natio­na­len Iden­ti­täts­dis­kur­sen zu ana­ly­sie­ren, in denen Quar­tiere auf- bzw. abge­wer­tet wur­den.

Er­war­te­te Qua­li­fi­ka­tio­nen:

Gesucht wird eine Per­son mit abge­schlos­se­nem Hoch­schul­stu­dium und Pro­mo­tion vor­ran­gig der Geschichts­wis­sen­schaf­ten (evtl. auch Kul­tur- oder ande­rer Sozi­al­wis­sen­schaf­ten), mög­lichst mit ver­tief­ten Kennt­nis­sen in der Stadt­ge­schichts­for­schung und/oder den Memory Stu­dies. Im Hin­blick auf die empi­ri­schen Unter­su­chun­gen sind sehr gute Fran­zö­sisch-Kennt­nisse sowie der Nach­weis von For­schungs­er­fah­run­gen mit fran­zö­sisch­spra­chi­gen Quel­len und Archi­ven nötig. Erwar­tet wer­den der Nach­weis von Publi­ka­tio­nen in (mög­lichst inter­na­tio­na­len) Jour­nals oder Buch­ver­öf­fent­li­chun­gen; Erfah­run­gen in der Bear­bei­tung und Koor­di­na­tion wis­sen­schaft­li­cher Pro­jekte sind erwünscht.

Un­ser An­ge­bot:

Das IRS bekennt sich aus­drück­lich zur Chan­cen­gleich­heit und for­dert des­halb qua­li­fi­zierte Frauen zur Bewer­bung auf. Aner­kannte Schwer­be­hin­derte wer­den bei glei­cher Eig­nung bevor­zugt berück­sich­tigt. Das IRS unter­stützt die Ver­ein­bar­keit von Beruf und Fami­lie und ist seit dem Jahr 2015 als fami­li­en­be­wuß­tes Unter­neh­men zer­ti­fi­ziert.

Hin­wei­se zur Be­wer­bung:

Als Ter­min für die Bewer­bungs­ge­sprä­che ist der 6.3.2020 vor­ge­se­hen. Bitte rich­ten Sie Ihre aus­sa­ge­kräf­tige Bewer­bung mit den übli­chen Unter­la­gen und unter Angabe der Kenn­zif­fer 5120 in einer PDF-Datei, max. 2MB, per E-Mail bis zum 23.2.2020 an:

bewerbung@leibniz-irs.de.
Leib­niz-Insti­tut für Raum­be­zo­gene Sozi­al­for­schung (IRS)
Per­so­nal­stelle
Fla­ken­str. 29-31
15537 Erkner
(www.leibniz-irs.de)