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An­ge­bot 316 von 433 vom 25.06.2019, 11:05

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Fraun­ho­fer-Insti­tut für Mikro­struk­tur von Werk­stof­fen und Sys­te­men IMWS

Das Fraun­ho­fer-Insti­tut für Mikro­struk­tur von Werk­stof­fen und Sys­te­men IMWS ist ein metho­disch aus­ge­rich­te­tes Fraun­ho­fer-Insti­tut in den Fach­dis­zi­pli­nen Mate­ri­al­wis­sen­schaft und Werk­stoff­tech­nik. Das Fraun­ho­fer IMWS ist Ansprech­part­ner für die Indus­trie und öffent­li­che Auf­trag­ge­ber für alle Fra­ge­stel­lun­gen, die die Mikro­struk­tur von Werk­stof­fen und Sys­te­men betref­fen – mit dem Ziel, Mate­ri­al­ef­fi­zi­enz und Wirt­schaft­lich­keit zu stei­gern und Res­sour­cen zu scho­nen.

Die Arbei­ten des Fraun­ho­fer IMWS zie­len dar­auf ab, Feh­ler und Schwach­stel­len in Werk­stof­fen, Bau­tei­len und Sys­te­men auf der Mikro- und Nano­skala zu iden­ti­fi­zie­ren, deren Ursa­chen auf­zu­klä­ren und dar­auf auf­bau­end Lösun­gen für die Kun­den anzu­bie­ten. Die indus­tri­el­len Auf­trag­ge­ber des Insti­tuts kom­men unter ande­rem aus dem Bereich der Mikro­elek­tro­nik und Mikro­sys­tem­tech­nik, der Pho­to­vol­taik, der Kunst­stoff­tech­nik, der che­mi­schen Indus­trie, der Ener­gie­tech­nik, dem Auto­mo­bil­bau oder dem Flug­zeug­bau. Diese Arbei­ten wer­den beglei­tet durch die Wei­ter­ent­wick­lung von mikro­struk­tur­auf­klä­ren­den Metho­den. Zusam­men mit Ana­ly­tik­ge­rä­te­her­stel­lern kön­nen pass­ge­naue Gerä­te­kon­fi­gu­ra­tio­nen ent­wi­ckelt wer­den, damit indus­tri­elle Auf­trag­ge­ber in Zukunft Feh­ler­quel­len selbst erken­nen und ver­mei­den kön­nen.

Bache­lor­ar­beit »Ein­brin­gung pflan­zen­öl­ba­sier­ter kat­io­ni­scher Ten­side in Beschich­tungs­sys­teme«

Auf­ga­ben­be­sch­rei­bung:

Das Fraun­ho­fer-Insti­tut für Mikro­struk­tur von Werk­stof­fen und Sys­te­men IMWS in Halle (Saale) sucht eine Stu­den­tin/einen Stu­den­ten für die Bear­bei­tung eines wis­sen­schaft­li­chen The­mas im Kom­pe­tenz­feld »Kon­struk­tion und Fer­ti­gung«.

Bitu­men-Beschich­tun­gen wer­den für die Funk­tio­na­li­sie­rung von Rohr­lei­tun­gen, dem Behäl­ter­bau für Ener­gie­spei­cher­sys­teme und der För­der­tech­nik im Hin­blick auf Kor­ro­si­ons­schutz, Abra­sion und Che­mi­ka­li­en­be­stän­dig­keit ein­ge­setzt. Die Beschich­tungs­sys­teme basie­ren auf einem kol­lo­ida­len Grund­sys­tem aus petro­che­mi­schen Bestand­tei­len und Was­ser. Durch ein­fa­ches Mischen kön­nen sich auf Grund der unter­schied­li­chen Ober­flä­chen­span­nun­gen keine sta­bi­len Emul­sio­nen aus dem Was­ser und dem poly­me­ren Ver­bund bil­den. Aus die­sem Grund müs­sen aktu­ell petro­che­mi­sche Emul­ga­to­ren und Sta­bi­li­sa­to­ren zuge­setzt wer­den. Im Rah­men eines For­schungs­vor­ha­bens sol­len die bis­he­ri­gen petro­ba­sier­ten kat­io­ni­schen Ten­sid-Sys­teme durch che­misch funk­tio­na­li­sierte pflan­zen­öl­ba­sierte Vari­an­ten ersetzt wer­den. Durch den Ein­satz bio­ge­ner kat­io­ni­scher Ten­side ergibt sich der Vor­teil einer schnel­le­ren bio­lo­gi­schen Abbau­bar­keit die­ser Sys­teme, da sie ver­fah­rens­be­dingt als Rest­stoff auf der Ober­flä­che der Beschich­tung ver­blei­ben, abge­wa­schen und abge­baut wer­den soll­ten.

In der stu­den­ti­schen Arbeit sol­len Bitu­men-Beschich­tun­gen durch den Zusatz von bio­ge­nen kat­io­ni­schen Ten­si­den und wei­te­ren Addi­ti­ven modi­fi­ziert und die Wirk­sam­keit die­ser Sub­stan­zen veri­fi­ziert wer­den. Bei dem zu ent­wi­ckeln­den Beschich­tungs­sys­tem han­delt es sich um ein kom­ple­xes Mul­ti­kom­po­nen­ten- und Mehr­pha­sen­sys­tem bei dem pro­duk­ti­ons­spe­zi­fi­sche Her­aus­for­de­run­gen in der Misch­tech­no­lo­gie zu lösen sind. Anhand einer Grund­cha­rak­te­ri­sie­rung des petro­ba­sier­ten kol­lo­ida­len Grund­sys­tems kön­nen Ziel­pa­ra­me­ter for­mu­liert wer­den. Hier­für ste­hen ver­schie­dene Metho­den zur Über­prü­fung der Eigen­schaf­ten zur Ver­fü­gung. Diese umfas­sen Mes­sun­gen an den Grenz­flä­chen bei­spiels­weise mit dem Nadel­pe­ne­tro­me­ter. Die Koagu­la­tion der Emul­sion an unter­schied­li­chen mine­ra­li­schen Trä­ger­sys­te­men wird u. a. über die Abrieb­fes­tig­keit bestimmt. Das Alte­rungs- und Adhä­si­ons­ver­hal­ten des Bitu­mens wird stark von der che­mi­schen Zusam­men­set­zung beein­flusst. Ziel der simu­lier­ten Alte­rung im Labor ist die zeit­raf­fende Alte­rung des Bitu­mens, um die Eigen­schaf­ten nach meh­re­ren Jah­ren Lie­ge­dauer durch wei­ter­füh­rende Prüf­me­tho­den abzu­bil­den.

Er­war­te­te Qua­li­fi­ka­tio­nen:

Für die Bear­bei­tung des The­mas ein­schließ­lich der Erstel­lung der Bache­lor­ar­beit wird eine Stu­den­tin/ein Stu­dent mit aus­ge­präg­tem Inter­esse für mate­ri­al­wis­sen­schaft­li­che Fra­ge­stel­lun­gen und sehr guten che­mi­schen Kennt­nis­sen gesucht. Nach einer kur­zen Ein­ar­bei­tungs­zeit wird ein selbst­stän­di­ges und ver­ant­wor­tungs­be­wuss­tes Bear­bei­ten der Pro­blem­stel­lung erwar­tet.

Un­ser An­ge­bot:

Die Bear­bei­tungs­zeit beträgt 6 Monate.
Schwer­be­hin­derte Men­schen wer­den bei glei­cher Eig­nung bevor­zugt ein­ge­stellt.
Wir wei­sen dar­auf hin, dass die gewählte Berufs­be­zeich­nung auch das dritte Geschlecht mit­ein­be­zieht.
Die Fraun­ho­fer-Gesell­schaft legt Wert auf eine geschlechts­un­ab­hän­gige beruf­li­che Gleich­stel­lung.

Hin­wei­se zur Be­wer­bung:

Fra­gen zu die­ser Stelle beant­wor­tet Ihnen gerne:
Herr Dipl.-Phys. Andreas Krombholz
Tel.: +49 345 5589-153

Bitte bewer­ben Sie sich aus­schließ­lich über unser Online­por­tal:
https://recruiting.fraunhofer.de/Vacancies/43665/Description/1