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An­ge­bot 277 von 351 vom 22.10.2018, 13:50

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Leib­niz-Insti­tut für Raum­be­zo­gene Sozi­al­for­schung (IRS)

Das Leib­niz-Insti­tut für Raum­be­zo­gene Sozi­al­for­schung ist ein inter­na­tio­nal aner­kann­ter For­schungs­part­ner und besetzt zen­trale Kom­pe­tenz­fel­der der sozi­al­wis­sen­schaft­li­chen Raum­for­schung in Europa. Sein Auf­trag ist die Erfor­schung der Trans­for­ma­tion und Steue­rung von Städ­ten und Regio­nen aus sozi­al­wis­sen­schaft­li­chen Per­spek­ti­ven.

Das Leib­niz-Insti­tut für Raum­be­zo­gene Sozi­al­for­schung (IRS) in Erkner bei Ber­lin, eine außer­uni­ver­si­täre For­schungs­ein­rich­tung der Leib­niz-Gemein­schaft (WGL), sucht in der For­schungs­ab­tei­lung „His­to­ri­sche For­schungs­stelle/Wis­sen­schaft­li­che Samm­lun­gen zur Bau- und Pla­nungs­ge­schichte der DDR“ vor­be­halt­lich der Bewil­li­gung durch den Mit­tel­ge­ber

zwei wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­ter/-innen (Geschichts-/Kul­tur­wis­sen­schaf­ten) 75% E 13 TV-L

ab dem 1. Januar 2019 für 4 Jahre (plus evtl. 2 Jahre Ver­län­ge­rung)

Auf­ga­ben­be­sch­rei­bung:

...für das Pro­jekt „Stadt­er­neue­rung am Wen­de­punkt – die Bedeu­tung der Bür­ger­initia­ti­ven gegen den Alt­stadt­ver­fall für die Wende in der DDR (Stadt­Wende)“.

Das For­schungs­pro­jekt wird vom Bun­des­mi­nis­te­rium für Bil­dung und For­schung im Rah­men sei­ner För­de­rung von For­schungs­vor­ha­ben auf dem Gebiet der DDR-For­schung finan­ziert und in Koope­ra­tion mit der Uni­ver­si­tät Kai­sers­lau­tern (Prof. Hol­ger Schmidt), der Uni­ver­si­tät Kas­sel (Prof. Harald Keg­ler) und der Bau­haus-Uni­ver­si­tät Wei­mar (Prof. Max Welch Guerra) durch­ge­führt. Ziel des Pro­jek­tes ist es, den Alt­stadt­ver­fall in der DDR als Motiv für die Ent­fal­tung der Bür­ger­be­we­gun­gen und deren Bei­trag für die poli­ti­sche Wende 1989 zu erfor­schen sowie nach­hal­tig in eine brei­tere Öffent­lich­keit zu ver­mit­teln.

Im Rah­men die­ses Ver­bund­pro­jekts wer­den im Teil­vor­ha­ben der His­to­ri­schen For­schungs­stelle des IRS zwei The­men unter­sucht:

1. Struk­tur, Hand­lungs­for­men und Schlüs­sel­ak­teure der Bür­ger­initia­ti­ven (AP 1):
In die­sem Arbeits­pa­ket wer­den die Bür­ger­initia­ti­ven als städ­ti­sche soziale Bewe­gun­gen aus geschichts- und sozi­al­wis­sen­schaft­li­cher Per­spek­tive unter­sucht. Neben deren Struk­tu­ren, Hand­lungs­for­men und Moti­ven sind ihre Ein­bet­tung in die jewei­li­gen Stadt­ge­sell­schaf­ten sowie die raum­be­zo­ge­nen Denk­wel­ten ihrer Schlüs­sel­ak­teure zu erfor­schen. Neben Archiv­stu­dien sol­len Metho­den der Oral His­tory dazu die­nen, Bio­gra­fien wich­ti­ger Akteure zu rekon­stru­ie­ren.

2. His­to­ri­scher und poli­ti­scher Kon­text (AP 2):
In die­sem Arbeits­pa­ket soll der his­to­ri­sche und poli­tisch-insti­tu­tio­nelle Kon­text ana­ly­siert wer­den, in dem die Bür­ger­initia­ti­ven gegen Alt­stadt­ver­fall in der DDR agier­ten. Zu unter­su­chen ist, wie die Bür­ger­be­we­gun­gen von Staat, Par­tei und Staats­si­cher­heit sowie fach­li­chen staat­li­chen Insti­tu­tio­nen wie z.B. dem Bau­mi­nis­te­rium und der Bau­aka­de­mie, wahr­ge­nom­men wur­den und mit ihnen inter­agier­ten. Unter­sucht wird außer­dem, wel­che Rolle das „Sys­tem Platte“/indus­tri­el­les Bauen“ für den Alt­stadt­ver­fall in der DDR spielte.

Auf­ga­ben:
Von den wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­ter/-innen wird die Aus­ein­an­der­set­zung mit geschichts- und kul­tur­wis­sen­schaft­li­chen sowie sozial- und poli­tik­wis­sen­schaft­li­chen Ansät­zen der Pla­nungs- und Archi­tek­tur­ge­schichts­for­schung unter Ein­be­zie­hung der neue­ren inter­na­tio­na­len Lite­ra­tur erwar­tet. Die Ver­fol­gung von wis­sen­schaft­li­chen Qua­li­fi­zie­run­gen (Pro­mo­tion für AP 1, Post­doc-Pro­jekt für AP 2) ist aus­drück­lich erwünscht und wird im IRS gezielt geför­dert. Im Ein­zel­nen sind fol­gende Auf­ga­ben zu bear­bei­ten:

  • Ana­ly­sen zur Bedeu­tung der Bür­ger­initia­ti­ven für den Zusam­men­bruch der DDR in der fried­li­chen Revo­lu­tion von 1989/90
  • Rekon­struk­tion von Genese, Hand­lungs­wei­sen und Erfol­gen von Bür­ger­initia­ti­ven gegen Alt­stadt­ver­fall in ver­schie­de­nen Städ­ten der DDR
  • Ana­lyse der Inter­ak­tion von staat­li­chen Insti­tu­tio­nen und den Bür­ger­initia­ti­ven in DDR-Städ­ten
  • Archi­v­re­cher­chen in zen­tra­len, regio­na­len und kom­mu­na­len Archi­ven
  • Füh­ren von Zeit­zeu­gen­in­ter­views
  • Zusam­men­ar­beit im Team im IRS sowie im Gesamt­ver­bund der vier Part­ner­ein­rich­tun­gen und Bei­trag zu gemein­sa­men Akti­vi­tä­ten (Aus­stel­lun­gen, öffent­li­che Ver­an­stal­tun­gen)
  • Kon­zep­tio­nelle Aus­ge­stal­tung und Befül­len der pro­jek­t­ei­ge­nen Daten­bank­sys­teme und der Pro­jekt-Web­site (in enger Koope­ra­tion mit im IRS ver­or­te­ten Doku­men­tar)
  • Neben exzel­len­ter For­schung gehört aus­drück­lich auch die Ver­mitt­lung der wis­sen­schaft­li­chen Ergeb­nisse in die brei­tere Öffent­lich­keit im Rah­men poli­ti­scher Bil­dungs­ar­beit zum Auf­ga­ben­ge­biet
  • Bereit­schaft zu regel­mä­ßi­gen Dienst­rei­sen ist auf­grund der Pro­jekt­struk­tur Vor­aus­set­zung
  • Dienst­ort ist Erkner (bei Ber­lin)

Er­war­te­te Qua­li­fi­ka­tio­nen:

Für die bei­den Arbeits­pa­kete wer­den wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­ter/-innen mit fol­gen­den Vor­aus­set­zun­gen gesucht:

1. Für das AP 1 ein/eine Mit­ar­bei­ter/-in mit abge­schlos­se­nem Hoch­schul­stu­dium vor­ran­gig der Geschichts­wis­sen­schaf­ten (evtl. auch Kul­tur- oder andere Sozi­al­wis­sen­schaf­ten) und mög­lichst mit ver­tief­ten Kennt­nis­sen in der (geschichts­wis­sen­schaft­li­chen) Ana­lyse von Bewe­gun­gen und sozia­len Grup­pen sowie zu bio­gra­fi­schen Ana­ly­sen in poli­tik- und sozi­al­wis­sen­schaft­li­cher Per­spek­tive. Sehr gute Kennt­nisse der neue­ren DDR- und Stadt­ge­schichts­for­schung mög­lichst auf inter­na­tio­na­lem Niveau sowie Erfah­run­gen im Bereich der poli­ti­schen Bil­dungs­ar­beit sind von Vor­teil.

2. Für das AP 2 ein/eine Mit­ar­bei­ter/-in mit abge­schlos­se­nem Hoch­schul­stu­dium und Pro­mo­tion vor­ran­gig in Geschichts­wis­sen­schaf­ten (evtl. auch in Kul­tur- oder ande­ren Sozi­al­wis­sen­schaf­ten) und mit durch Publi­ka­tio­nen nach­ge­wie­se­nen ver­tief­ten Kennt­nis­sen in der geschichts­wis­sen­schaft­li­chen Ana­lyse des poli­tisch-insti­tu­tio­nel­len Sys­tems der DDR, vor allem der Orga­ni­sa­tio­nen bzw. Insti­tu­tio­nen von Staat, Par­tei und Staats­si­cher­heit sowie des Poli­tik­fel­des Bau­we­sen, Städ­te­bau und Archi­tek­tur (z.B. Bau­mi­nis­te­rium, Bau­aka­de­mie) und des „Sys­tems Platte“/indus­tri­el­len Bauen“, sehr gute Kennt­nisse der neue­ren DDR- und Stadt­ge­schichts­for­schung mög­lichst auf inter­na­tio­na­lem Niveau sowie Erfah­run­gen im Bereich der poli­ti­schen Bil­dungs­ar­beit.

Vor­aus­set­zun­gen für beide Stel­len: gute Eng­lisch- oder Fran­zö­sisch­kennt­nisse in Wort und Schrift, Nach­weis von Publi­ka­tion in (mög­lichst inter­na­tio­na­len) Jour­nals oder Buch­ver­öf­fent­li­chun­gen und die Bereit­schaft zur Zusam­men­ar­beit in einem inter­dis­zi­pli­nä­ren Team.

Un­ser An­ge­bot:

Das IRS bekennt sich aus­drück­lich zur Chan­cen­gleich­heit und for­dert des­halb qua­li­fi­zierte Frauen zur Bewer­bung auf. Aner­kannte Schwer­be­hin­derte wer­den bei glei­cher Eig­nung bevor­zugt berück­sich­tigt. Das IRS unter­stützt die Ver­ein­bar­keit von Beruf und Fami­lie und ist seit dem Jahr 2015 als fami­li­en­be­wuss­tes Unter­neh­men zer­ti­fi­ziert.

Hin­wei­se zur Be­wer­bung:

Bitte rich­ten Sie Ihre aus­sa­ge­kräf­tige Bewer­bung mit den übli­chen Unter­la­gen und unter An-gabe der Kenn­zif­fer 5318 (AP1) bezie­hungs­weise 5418 (AP2) in einer PDF-Datei, max. 2MB, per E-Mail bis zum 25.11.2018 an: bewerbungen@leibniz-irs.de.