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Angebot 456 von 558 vom 02.03.2023, 14:40

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Tech­ni­sche Uni­ver­sität Ber­lin - Fakul­tät VI

An der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Ber­lin, Fakul­tät VI, Pla­nen Bauen Umwelt, ist am Insti­tut für Land­schafts­ar­chi­tek­tur und Umwelt­pla­nung eine

Uni­ver­si­täts­pro­fes­sur - BesGr. W3

für das Fach­ge­biet „Umwelt-Gover­nance" zu beset­zen.

Aufgabenbeschreibung:

Die Pro­fes­sur ver­tritt das Fach­ge­biet "Umwelt-Gover­nance"(Envi­ron­men­tal Gover­nance) in For­schung und Lehre. Der Schwer­punkt liegt auf der Ana­lyse und den Steue­rungs­mög­lich­kei­ten von raum- und land­nut­zungs­be­zo­ge­nen Mensch-Umwelt-Sys­te­men im Kon­text der raum­be­zo­ge­nen Umwelt­pla­nung (u. a. Umwelt­prü­fung, Land­schafts- und Raum­pla­nung, Schutz­ge­biete, Grüne Infra­struk­tur) und für diese rele­van­ten Hand­lungs­fel­dern (bspw. Erneu­er­bare Ener­gien, Schutz der Bio­di­ver­si­tät, Anpas­sung an den Kli­ma­wan­del). Im Zen­trum des Inter­es­ses ste­hen dabei Schutz und Ent­wick­lung der Umwelt­gü­ter Boden, Was­ser, Klima, Luft, Bio­lo­gi­sche Viel­falt und dar­auf basie­rend von Land­schaf­ten, und Flä­che sowie nicht zuletzt das davon abhän­gige mensch­li­che Wohl­be­fin­den und Gesund­heit. Aus­drück­lich soll keine Schwer­punkt­set­zung im Bereich Kli­ma­po­li­tik/Kli­ma­schutz erfol­gen. Der*die Stel­len­in­ha­ber*in ent­wi­ckelt das Fach­ge­biet lang­fris­tig zu einem natio­nal und inter­na­tio­nal renom­mier­ten Akteur auf dem Gebiet der raum- und land­nut­zungs­be­zo­ge­nen Umwelt-Gover­nance.

Lehr­auf­ga­ben umfas­sen Ver­an­stal­tun­gen im deutsch- und eng­lisch­spra­chi­gen Bache­lor- und Mas­ter­stu­di­en­gang „Öko­lo­gie und Umwelt­pla­nung“ sowie im eng­lisch­spra­chi­gen inter­na­tio­na­len Mas­ter­stu­di­en­gang „Envi­ron­men­tal Plan­ning“. Die Lehr­ver­an­stal­tun­gen des Fach­ge­biets sol­len eine Ein­füh­rung und Ver­tie­fung in rele­vante Gover­nance-Aspekte leis­ten und kön­nen je nach fach­li­chem Hin­ter­grund Umwelt­po­li­tik, Umwelt­so­zio­lo­gie, Umwelt­öko­no­mie, Umwelt­recht und andere Berei­che mit Umwelt-Gover­nance-Bezug abde­cken. Die Lehr­ver­an­stal­tun­gen fin­den in deut­scher und eng­li­scher Spra­che statt.

Zu den wei­te­ren Auf­ga­ben gehö­ren die Füh­rung und Lei­tung des Fach­ge­bie­tes und sei­ner Mit­ar­bei­ter*innen, För­de­rung von wis­sen­schaft­li­chem Nach­wuchs, Frauen und gesell­schaft­li­cher Viel­falt, Wis­sens­trans­fer, Initia­ti­ven zur Inter­na­tio­na­li­sie­rung, gen­der- und diver­si­ty­kom­pe­ten­tes sowie nach­hal­tig­keits­ori­en­tier­tes Han­deln sowie Gre­mien- und Kom­mis­si­ons­ar­beit.

Erwartete Qualifikationen:

Erfül­lung der Ein­stel­lungs­vor­aus­set­zun­gen gemäß § 100 BerlHG. Hierzu gehö­ren ein abge­schlos­se­nes Hoch­schul­stu­dium vor­zugs­weise in einem sozi­al­wis­sen­schaft­li­chen Fach (z. B. Poli­tik­wis­sen­schaf­ten, Sozio­lo­gie, Öko­no­mie, Ver­wal­tungs­wis­sen­schaf­ten, Recht); die beson­dere Befä­hi­gung zu wis­sen­schaft­li­cher Arbeit (i.d.R. nach­ge­wie­sen durch die Qua­li­tät der Pro­mo­tion in den o.g. Fach­rich­tun­gen zu einem für die raum­be­zo­gene Umwelt-Gover­nance rele­van­ten Thema); zusätz­li­che wis­sen­schaft­li­che Leis­tun­gen (i.d.R. posi­tiv eva­lu­ierte Juni­or­pro­fes­sur, Habi­li­ta­tion oder habi­li­ta­ti­ons­äqui­va­lente Leis­tun­gen); sowie päd­ago­gi­sche Eig­nung, doku­men­tiert durch ein Lehr­port­fo­lio (nähere Infor­ma­tio­nen dazu auf der Web­seite der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät, https://www.tu.berlin/go209650/).

Bewerber*innen wis­sen "Umwelt-Gover­nance" im Kon­text der raum­be­zo­ge­nen Umwelt­pla­nung ziel­ge­rich­tet zu inter­pre­tie­ren. Es wer­den umfas­sende Kennt­nisse in min­des­tens vier der fol­gen­den The­men­fel­der ein­schließ­lich der zu ihrer fun­dier­ten wis­sen­schaft­li­chen Bear­bei­tung erfor­der­li­chen Metho­den erwar­tet. Diese Kennt­nisse sind stets bezo­gen auf 1) direkte und indi­rekte Umwelt­wir­kun­gen von Land­nut­zun­gen, 2) die raum­be­zo­gene Umwelt­pla­nung (u. a. Umwelt­prü­fung, Land­schafts- und Raum­pla­nung, Schutz­ge­biete, Grüne Infra­struk­tur) ein­schließ­lich umwelt­po­li­ti­scher und pla­ne­ri­scher Stra­te­gien, Ziele und Maß­nah­men zur Siche­rung und Ver­bes­se­rung der Umwelt­qua­li­tät (Boden, Was­ser, Klima, Luft, Flä­che, Bio­lo­gi­sche Viel­falt, Land­schaft), etwa im Kon­text des Natur­schut­zes, und 3) dar­auf bezo­gene Steue­rungs­an­sätze zur Erhal­tung und Ver­bes­se­rung der Umwelt­qua­li­tät:
  • Ska­len­über­grei­fende Res­sour­cen­po­li­tik zur Insti­tu­tio­na­li­sie­rung umwelt­po­li­ti­scher Lösungs­an­sätze in ver­schie­de­nen raum­be­zo­ge­nen Hand­lungs­fel­dern, wie z. B. Was­ser, Bio­lo­gi­sche Viel­falt, Roh­stoffe;
  • Struk­tu­ren, räum­lich-admi­nis­tra­tive Ebe­nen, Akteure, Insti­tu­tio­nen, Pro­zesse sowie Macht­ver­hält­nisse in ver­schie­de­nen Kon­tex­ten der Umwelt-Gover­nance;
  • Gover­nance-bezo­gene Defi­ni­tion, Vor­aus­set­zun­gen, Not­wen­dig­kei­ten und Wir­kun­gen einer sozial-öko­lo­gi­schen Trans­for­ma­tion; Berück­sich­ti­gung von Fra­gen der Umwelt­ge­rech­tig­keit und fai­rer Allo­ka­ti­ons-/Ver­tei­lungs­pro­zesse;
  • Iden­ti­fi­ka­tion, Ana­lyse und Steue­rung über­grei­fen­der gesell­schaft­li­cher Ver­än­de­run­gen und Pro­zesse mit Rele­vanz für Umwelt­pla­nung, Natur­schutz und Umwelt­po­li­tik (Metho­den z.B. Hori­zon Scan­ning, Poli­tik­feld­ana­ly­sen, Sze­na­ri­en­an­sätze, Back­cas­ting, Fore­cas­ting, agen­ten­ba­sierte und spiel­theo­re­ti­sche Ansätze);
  • Bedeu­tung von Gemein­gü­tern (Com­mons) für land­nut­zungs­be­zo­gene Umwelt­fra­gen;
  • Bewer­tung der Umwelt­aus­wir­kun­gen von Land­nut­zun­gen / Land­nut­zungs­än­de­run­gen und damit ver­bun­de­ner Öko­sys­tem­leis­tun­gen;
  • Eva­lua­tion der Wir­kung von Nor­men, Kon­zep­ten und Instru­men­ten der raum­be­zo­ge­nen Umwelt- und Natur­schutz­po­li­tik, inkl. der Wir­kun­gen ("trade-offs") auf andere (umwelt-)poli­ti­sche Ebe­nen und Hand­lungs­fel­der;
  • Meh­re­be­nen-bezo­gene Umwelt­stra­te­gien (Multi-Level-Gover­nance);
  • Zusam­men­wir­ken von Wis­sen­schaft, Wirt­schaft, Zivil­ge­sell­schaft und Poli­tik im Rah­men von Umwelt-Gover­nance (z. B. Poli­tik­be­ra­tung, Citi­zen Sci­ence, Trans­dis­zi­pli­na­ri­tät);
  • Anwen­dung von Akteurs- und Gesell­schafts­theo­rien in Hin­blick auf raum­be­zo­gene Umwelt­fra­gen (z. B. Hand­lungs­theo­rie, Akteurs­zen­trier­ter Insti­tu­tio­na­lis­mus, Sys­tem­theo­rie etc.).

Die Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Ber­lin erwar­tet von ihren Pro­fes­sor*innen die Bereit­schaft und Kom­pe­tenz, Ver­ant­wor­tung für die Lei­tung und stra­te­gi­sche Ent­wick­lung des Fach­ge­bie­tes und sei­ner Mit­ar­bei­ter*innen zu über­neh­men. Dies beinhal­tet ins­be­son­dere das Bewusst­sein der beson­de­ren Ver­ant­wor­tung für die Schaf­fung gen­der- und diver­si­täts­sen­si­bler Arbeits- und Stu­di­en­be­din­gun­gen. Die Bereit­schaft und Fähig­keit zur För­de­rung von wis­sen­schaft­li­chem Nach­wuchs, Frauen und gesell­schaft­li­cher Viel­falt sowie zur Mit­wir­kung in der aka­de­mi­schen Selbst­ver­wal­tung wird vor­aus­ge­setzt. Die Bereit­schaft und Fähig­keit, in For­schung und Lehre Impulse zur Inter­na­tio­na­li­sie­rung und einem nach­hal­tig­keits­ori­en­tier­ten Han­deln zu set­zen, wird erwar­tet. Erfah­run­gen mit Initia­ti­ven in der Wis­sen­schafts­kom­mu­ni­ka­tion sowie im Wis­sens­trans­fer sind wün­schens­wert.

Als inter­na­tio­nal pro­fi­lierte Uni­ver­si­tät set­zen wir sehr gute Eng­lisch­kennt­nisse vor­aus und begrü­ßen aus­drück­lich Bewer­bun­gen von nicht deutsch­spra­chi­gen Wis­sen­schaft­ler*innen.

Da Lehr­ver­an­stal­tun­gen zwin­gend auch in deut­scher Spra­che durch­zu­füh­ren sind und diese für die Bewäl­ti­gung wei­te­rer Auf­ga­ben der Fach­ge­biets­lei­tung unent­behr­lich ist, wird die Beherr­schung bzw. Bereit­schaft zum bal­di­gen Erler­nen der deut­schen Spra­che vor­aus­ge­setzt (min­des­tens C1 Gemein­sa­mer euro­päi­scher Refe­renz­rah­men) (siehe hierzu auch den aktu­ell gül­ti­gen Beschluss des Aka­de­mi­schen Sena­tes der TU Ber­lin zur „Spra­chen­po­li­tik“ auf der Web­site der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Ber­lin, https://www.tu.berlin/go209656/).

Eine Dop­pel­be­set­zung der Pro­fes­sur (geteilte Pro­fes­sur) ist nicht mög­lich.

Hinweise zur Bewerbung:

Die Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Ber­lin strebt eine Erhö­hung des Anteils von Frauen in For­schung und Lehre an und for­dert des­halb qua­li­fi­zierte Bewer­be­rin­nen nach­drück­lich auf, sich zu bewer­ben. Schwer­be­hin­derte Bewer­ber*innen wer­den bei glei­cher Eig­nung bevor­zugt berück­sich­tigt. Die Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Ber­lin schätzt die Viel­falt ihrer Mit­glie­der und ver­folgt die Ziele der Chan­cen­gleich­heit. Wir sind als fami­li­en­ge­rechte Hoch­schule zer­ti­fi­ziert und bie­ten Ihnen und Ihrer Fami­lie mit dem Dual Career Ser­vice Unter­stüt­zung beim Wech­sel nach Ber­lin an.

Die TU Ber­lin möchte ihre Beru­fungs­ver­fah­ren chan­cen­ge­rech­ter gestal­ten und hat dazu in einem Pilot­pro­jekt ein For­mu­lar zur Berück­sich­ti­gung des aka­de­mi­schen Alters in Beru­fungs­ver­fah­ren ent­wi­ckelt. Das For­mu­lar soll seit Anfang 2023 regel­haft in den Ver­fah­ren genutzt wer­den. Das For­mu­lar (Excel-Datei) steht hier zum Down­load für Sie bereit, https://www.tu.berlin/go209647/.

Ihre Bewer­bung in eng­li­scher Spra­che rich­ten Sie bitte bis zum 13.04.2023 unter Angabe der Kenn­zif­fer mit den übli­chen Unter­la­gen (Lebens­lauf, Zeug­nisse, For­schungs- und Lehr­kon­zept, Lehr­port­fo­lio, Liste der ein­ge­wor­be­nen Dritt­mit­tel, Publi­ka­ti­ons­liste und eine Nen­nung der Ihrer Ein­schät­zung nach fünf wich­tigs­ten Publi­ka­tio­nen) aus­schließ­lich per E-Mail in einer PDF-Datei an bewerbungen@fak6.tu-berlin.de. Die Bereit­stel­lung von elek­tro­ni­schen Unter­la­gen über Cloud-Dienste wie WeTrans­fer oder Drop­box u. ä. wird nicht akzep­tiert. Ihre Bewer­bung rich­ten Sie bitte an die Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Ber­lin – Die Prä­si­den­tin – Deka­nin der Fakul­tät VI, Sekr. A1, Straße des 17. Juni 152, 10623 Ber­lin.

Für Aus­künfte zum for­ma­len Bewer­bungs­pro­zess wen­den Sie sich bitte an berufungen@fak6.tu-berlin.de. Fach­li­che Anfra­gen rich­ten Sie bitte eben­falls an die genannte E-Mail-Adresse; diese wer­den an die*den Vor­sit­zende*n der Beru­fungs­kom­mis­sion wei­ter­ge­lei­tet.

Mit der Abgabe einer Online­be­wer­bung geben Sie als Bewer­ber*in Ihr Ein­ver­ständ­nis, dass Ihre Daten elek­tro­nisch ver­ar­bei­tet und gespei­chert wer­den. Wir wei­sen dar­auf hin, dass bei unge­schütz­ter Über­sen­dung Ihrer Bewer­bung auf elek­tro­ni­schem Wege keine Gewähr für die Sicher­heit über­mit­tel­ter per­sön­li­cher Daten über­nom­men wer­den kann. Daten­schutz­recht­li­che Hin­weise zur Ver­ar­bei­tung Ihrer Daten gem. DSGVO fin­den Sie auf der Web­seite der Per­so­nal­ab­tei­lung: https://www.abt2-t.tu-berlin.de/menue/themen_a_z/datenschutzerklaerung/.
Die Stel­len­aus­schrei­bung ist auch im Inter­net abruf­bar unter: http://www.personalabteilung.tu-berlin.de/menue/jobs/.

Technische Uni­ver­si­tät Ber­lin - Die Prä­si­den­tin - Deka­nin der Fakul­tät VI, Prof. Dr. Well­ner, Straße des 17. Juni 152, 10623 Ber­lin